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Beispielbuch

Fritzi und die blaue Mütze

20 Seiten · Aquarell · so, wie es gedruckt bei dir ankommt — jede Seite neu geschrieben, jedes Bild für dieses Buch gemalt.

Doppelseite 1, Seiten 1 und 2
Seiten 1–2 Es ist Samstagmorgen. Die Sonne scheint durch das Küchenfenster, und der Tisch riecht nach Brot. Fritzi sitzt auf ihrem Stuhl. Auf ihrem Kopf sitzt die blaue Mütze, und der Bommel wippt bei jedem Bissen. Neben ihr sitzt Bruno, der Kuschelbär. „Wir gehen heute einkaufen", sagt Mama. „Und Opi kommt mit." Fritzi macht ganz große Augen. Ihr Bauch kribbelt vor Freude. „Opi!", ruft sie. „Und Bruno auch!" „Natürlich Bruno auch", sagt Mama und lacht.
Doppelseite 2, Seiten 3 und 4
Seiten 3–4 Da klopft es schon an der Tür. Opi steht draußen, und wie immer hat er es eilig. Aber für Fritzi hat er Zeit. „Na, Fritzi", sagt er. „Was ist das für eine tolle Mütze?" „Meine Mütze!", sagt Fritzi und zeigt auf den Bommel. Auf dem Weg ins Dorf spielen sie ein Spiel. Fritzi drückt Bruno ganz fest an den Bauch, eins, zwei, drei. Dann hält sie ihn hoch und ruft: „Bruno ist da!" Opi lacht. „Noch mal!", sagt er. Fritzi drückt Bruno wieder, eins, zwei, drei, und wieder ruft sie: „Bruno ist da!"
Doppelseite 3, Seiten 5 und 6
Seiten 5–6 Sie gehen am Bauernhof vorbei. Auf der Wiese stehen zwei Schafe. „Mäh!", macht das eine Schaf. „Mäh!", macht Fritzi zurück. Opi schaut auf die Uhr. „Komm, wir müssen weiter", sagt er. Aber er wartet, bis Fritzi auch dem zweiten Schaf Hallo gesagt hat. Dann sehen sie den Laden. Er hat eine große Glastür, und die Tür geht ganz von allein auf. Fritzi bleibt stehen und staunt. „Die Tür macht auf!", sagt sie. „Für uns!", sagt Opi.
Doppelseite 4, Seiten 7 und 8
Seiten 7–8 Fritzi darf etwas aussuchen. Sie schaut und schaut. Dann zeigt sie auf einen roten Apfel. „Den da!" Opi legt ihn in den Wagen. „Ein guter Apfel", sagt er. „Der ist für dich." Fritzi strahlt über das ganze Gesicht. Drinnen duftet es nach frischem Brot. Opi schnappt sich einen Einkaufswagen. „Halt dich gut fest, Fritzi", sagt er. „Immer an dem Wagen bleiben." „Mach ich!", sagt Fritzi und fasst die Stange mit der einen Hand. Mit der anderen hält sie Bruno.
Doppelseite 5, Seiten 9 und 10
Seiten 9–10 Der Wagen quietscht ein wenig, quiek, quiek, quiek. Fritzi läuft nebenher und singt dazu. „Quiek, quiek, quiek!", singt sie. Eine Frau am Regal lächelt ihr zu. „Hallo, du Sängerin", sagt sie. „Hallo!", sagt Fritzi. „Ich bin Fritzi, und das ist Bruno!" Hinten im Laden steht ein ganz großer Korb. Darin liegen bunte Bälle, rote, gelbe und blaue. Fritzi bleibt stehen. „Fußball!", flüstert sie. Der Bommel an ihrer Mütze wackelt. Opi hat sich gerade zum Regal gedreht und nimmt eine Packung Nudeln.
Doppelseite 6, Seiten 11 und 12
Seiten 11–12 Fritzi streckt die Hand nach dem gelben Ball aus. Nur ganz kurz. Da lässt sie den Wagen los. Sie nimmt den Ball, und noch einen und noch einen. Sie hüpft und lacht, und Bruno hüpft mit ihr. „Tor!", ruft sie. Dann schaut Fritzi auf. Der Wagen ist weg. Opi ist weg. Da sind nur hohe Regale, links und rechts. „Opi?", ruft sie. Niemand antwortet. Ihr Bauch wird ganz eng, und sie hat Angst.
Doppelseite 7, Seiten 13 und 14
Seiten 13–14 Da vorne geht ein Mann in einer grünen Jacke! Fritzi läuft hin. „Opi!", ruft sie. Doch der Mann dreht sich um, und es ist nicht Opi. Es ist ein fremder Mann mit einem Schnurrbart. Fritzi geht weiter. Sie schaut hinter den Mehlsäcken nach. „Opi?" Sie schaut hinter den Konserven nach. „Opi?" Vor dem Kühlregal muss sie über einen umgefallenen Karton steigen. Ein Fuß, noch ein Fuß, aber Opi ist nicht da.
Doppelseite 8, Seiten 15 und 16
Seiten 15–16 Fritzi rennt zurück zum Brot. Da hat sie doch das Brot gerochen! Aber hier ist Opi auch nicht. Nur fremde Leute, viele Beine und große Taschen. Ihre Lippe zittert. Fritzi bleibt stehen. Sie hat keine Ideen mehr. „Ich bin traurig", flüstert sie. Der Bommel an ihrer Mütze hängt ganz still herab. Sie hält Bruno fest und weiß nicht mehr weiter.
Doppelseite 9, Seiten 17 und 18
Seiten 17–18 Da drückt Fritzi Bruno ganz fest an den Bauch, eins, zwei, drei. Ihr Herz klopft nicht mehr so schnell. „Wo war das Schöne?", denkt sie. „Beim Apfel! Beim Obst!" Sie holt tief Luft. „Da geh ich hin", sagt sie leise. „Da finden die mich." Fritzi geht zum Obststand mit den roten Äpfeln. Und da steht eine Frau in einer blauen Schürze. „Na, du?", fragt sie. „Wo ist denn dein Opi?" „Ich suche ihn", sagt Fritzi. „Er heißt Opi." Da hört sie eine Stimme von weit her: „Fritzi! Fritzi!"
Doppelseite 10, Seiten 19 und 20
Seiten 19–20 „Opi!" Fritzi rennt los. Opi lässt den Wagen stehen und breitet die Arme aus. Fritzi springt hinein, und Bruno ist dabei. „Da bist du", sagt Opi und hält sie ganz fest. „Ich hab dich gefunden", sagt Fritzi. „Ich war am Apfel. Da hab ich auf dich gewartet." „Das hast du ganz toll gemacht", sagt Opi. Am Ende liegt in der Tasche ein gelber Ball. Opi hat ihn an der Kasse gekauft. Zu Hause rollt Fritzi ihn durch die Küche, und der Bommel wippt. Am Abend liegt sie im Bett, Bruno ganz fest an ihrem Bauch. „Gute Nacht, Bruno", flüstert sie. Der Ball liegt neben dem Bett. Die blaue Mütze liegt auf dem Stuhl.

Ende

Geschrieben und gemalt für Fritzi · Kidz.me

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