Geschichte erstellen

Unsere Forschung

Was wir Kindern erzählen – und was nie

Bevor die erste Geschichte geschrieben wurde, haben wir 44 veröffentlichte Bilderbücher Seite für Seite gelesen und vermessen: welche Gefühle darin vorkommen, wie viel Spannung ein Kind in welchem Alter verträgt, wie viel Trost es braucht und wie ein gutes Ende gebaut ist. Daraus sind feste Regeln geworden – für alle Kinder, für jede Altersstufe, und eine klare Liste dessen, was wir nie drucken.

Die beiden Kidz.me-Kinder lesen nebeneinander

Wie wir geforscht haben

Eine Geschichte für ein dreijähriges Kind ist etwas anderes als eine für ein siebenjähriges. Wie anders, haben wir nicht geschätzt, sondern gemessen.

Warum wir das so genau nehmen

Dein Kind hört sein Buch nicht einmal, sondern zwanzigmal. Was beim ersten Vorlesen nur ein bisschen zu viel ist, wird beim zwanzigsten zur Angst vor einer bestimmten Seite. Deshalb entscheiden bei uns keine Einfälle, sondern Regeln.

Was wir nie drucken

Manche Themen bieten wir gar nicht erst an, und manche Dinge kommen in keiner Geschichte vor – gleich, was im Formular steht.

Das Kidz.me-Mädchen umarmt einen Welpen, der ihr die Wange leckt

Für jedes Alter gilt

2–3 Jahre

Für die Kleinsten ist die Welt groß genug. Das Problem ist ein Missgeschick aus dem Alltag – verlaufen, hingefallen, irgendwo nicht weitergekommen. Bücher für dieses Alter haben in unserer Messung keinen großen Konflikt und keinen Bösewicht.

Das Kidz.me-Mädchen beißt in einen roten Apfel

4–5 Jahre

  • Mehr Gefühle: Stolz, Verlegenheit, Scham und Mitleid; Neid oder Schuldgefühl höchstens einmal und mit klarem Grund. Verlegenheit ist nie der Schluss – die Erleichterung folgt auf derselben Doppelseite, und nie, weil andere Kinder lachen.
  • Ein mildes Hindernis, nie böswillig. Es wird überlistet, nicht verletzt, und der Ärger ist schnell vorbei.
  • Wenn jemand etwas abbekommt, dann ein Tier oder ein Spielzeug – nie ein echter Freund deines Kindes.
  • Mindestens 15 Prozent Trost, Sätze in der Gegenwart, im Schnitt höchstens vierzehn Wörter.
Der Kidz.me-Junge schießt einen Fußball

6–7 Jahre

  • Gemischte Gefühle sind erlaubt: aufgeregt und ängstlich zugleich, froh und ein bisschen traurig.
  • Ein echter Gegenspieler ist möglich. Er scheitert am Ende – unblutig und ohne Verletzungen.
  • Freunde und Geschwister dürfen einen kleinen Rückschlag erleben, der sich wieder richtet, aber nie verletzt werden.
  • Erzählt in der Vergangenheit, wie in einem Vorlesebuch, im Schnitt höchstens siebzehn Wörter pro Satz; mindestens 12 Prozent Trost.
Der Kidz.me-Junge wirft einem Hund einen Ball zu

Wie wir das prüfen

Jede Geschichte durchläuft eine automatische Prüfung mit über zwanzig Regeln: Satzlänge, Lesbarkeit, Länge, die erlaubten Gefühle, ob das zentrale Gefühl benannt ist und ob sie in Freude oder Erleichterung endet. Stellen, die dort auffallen, werden gezielt überarbeitet und noch einmal geprüft. Was danach noch auffällt, wird markiert – nie stillschweigend durchgewunken.

Und vor allem: Du liest die ganze Geschichte, bevor gedruckt wird. Gedruckt wird nur, was du freigibst.

Woher die Regeln kommen

Aus der Messung von 44 veröffentlichten Bilderbüchern und 16 gemeinfreien Klassikern, aus der Forschung zum Spracherwerb und aus unseren eigenen Tests mit Familien, die die Geschichten vorlesen. Mehr dazu: Wie eine Kindergeschichte gebaut ist.

Häufige Fragen

Was Eltern uns am häufigsten fragen. Fehlt deine Frage? Vieles beantwortet So funktioniert’s.

Wie viel Spannung verträgt mein Kind?

Das hängt vom Alter ab, und genau dafür haben wir gemessen: bei den Kleinsten ein Missgeschick ohne Bösewicht und viel Trost, mit vier bis fünf ein mildes Hindernis, ab sechs ein echter Gegenspieler – immer mit gutem Ende.

Kann ich festlegen, was in der Geschichte nicht vorkommen soll?

Ja. Im Formular gibt es dafür ein eigenes Feld. Es wird nach dem Sinn beachtet: Wer „keine Hunde“ einträgt, bekommt auch keinen Welpen.

Warum reimen sich die Geschichten nicht?

Weil der Name deines Kindes in jedem Satz stehen kann. Ein Reim, der für den einen Namen klingt, bricht beim nächsten. Statt Reim gibt es Rhythmus und einen Satz, der immer wiederkehrt.

Wird die Geschichte vor dem Druck kontrolliert?

Automatisch, ja – und dann von dir. Du liest die ganze Geschichte vor dem Druck, und erst deine Freigabe schickt sie in die Druckerei.

Passend dazu

Der Kidz.me-Junge zeigt den Weg

Sehen, wie es entsteht

In drei Schritten erklärt: was wir fragen, was daraus wird und und warum nur gedruckt wird, was du gelesen und freigegeben hast.

Kein Foto nötig · Gedruckt in Deutschland · In wenigen Tagen da